Je nach Anwendungsgebiet und Räumlichkeiten gibt es unterschiedlichste Anforderungen an Beamer, Leinwand und Lichtverhältnisse. Dies führt zu einer hohen Vielfalt bei den Tuchsorten, die von einer vielzahl Hersteller angeboten werden. Die Unterschiede äußern sich in den verschiedenen Werten und Merkmalen mit denen Bildwände charakterisiert werden (siehe auch: Fachbegriffe). Für die Anwendung im Heimkinobereich werden vor allem Leinwände mit Gainfaktoren um 1-1,2 und diffusem Abstrahlverhalten verwendet. Diese bieten ein gutes Bild für den Kinoabend mit Freunden, ohne dass sich alle dicht vor der Leinwand drängen müssen. Voraussetzung ist allerdings, dass kein direktes Licht auf die Leinwand fällt. Indirektes Licht ist zwar in der Regel auch kein großes Problem bei hellem Videomaterial, sollen jedoch Spielfilme mit dunklen Passagen angeschaut werden, empfiehlt sich eine Verdunkelung des Raumes. Für Präsentationen, die häufig in Räumen stattfinden, die nicht entsprechend abgedunkelt werden können und bei denen eine überschaubare Anzahl von Zuschauern nahe der Bildachse sitzt, zum Beispiel an einem Konferenztisch, sind Leinwände mit höheren Gainfaktoren und retro-reflexivem Abstrahlverhalten geeignet. Sie ermöglichen bei ungünstigen Lichtverhältnissen ein klareres, kontrastreicheres Bild als diffus abstrahlende Leinwände. Neben der Tuchsorte spielt auch das Format einer Bildwand eine Rolle. Für die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten werfen Sie am besten einen Blick in die entsprechenden Seiten links in der Navigationsleiste. Für das Heimkino kommen in den meisten Fällen nur Rollo- bzw. Motorleinwände oder -sofern Platz dafür ist- Rahmenleinwände in Frage. Bei Präsentationen sind die Anforderungen so unterschiedlich, das eine spezielle Empfehlung hinsichtlich des Leinwandformates nicht sinvoll ist. Hier muss von Fall zu Fall entschieden werden Richtwerte für die optimale ZuschaueranordnungMindestabstand: Bildwandbreite (Bildmass) mal 2 Maximalabstand: Bildwandbreite mal 6 Es gibt natürlich auch andere Ansätze. Insbesondere beim 16:9 Filmformat. Mindestabstand: Bildmasshöhe mal 3 Maximalabstand: Bildmasshöhe mal 9 - 12 Denken Sie bei Ihren Kalkulationen bitte daran, auf den Unterschied zwischen Tuchformat und Bildformat zu achten. :-). Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, bzw. Ihre individuelle Berechnung eine "Zwischengröße" ergeben hat, entscheiden Sie sich eher für das kleinere Format ( es sei denn, Sie sitzen auch im Kino gerne "Erste-Reihe"). |